[Hotel] Grand Resort Bad Ragaz – ein wirklich grossartiges Resort

Grand Hotel Bad Ragaz

Vorhang auf, könnte man hier sagen. Das ist aber gar nicht so einfach, denn die Stoffe sind schwer. Nicht nur diese, alles im Grand Resort Bad Ragaz ist massiv, wertig und für höchste Ansprüche ausgestaltet. Das ist nicht erst seit der grossen, monatelangen Renovierungsphase im 2019 so, sondern schon seit Urzeiten. Bereits die Zaren nutzten Therme und Hotel, um in Bad Ragaz ihre Ferien zu verbringen. Über die vielen Jahre hinweg positionierten sich zwei Hotels am Platz, der Quellenhof und der Hof Ragaz. Erst die 2000er Jahre haben die Inhaber zu einem Umdenken bewogen und man firmierte zum Grand Resort Bad Ragaz. Was aber viele Einheimische nicht davon abhält, weiterhin Quellenhof zu sagen. Auch wenn der Name Grand Resort die Einheit ausdrücken soll, unter diesem grossen Dach blieben die alten Elemente erhalten: der ehemalige Quellenhof hat, obwohl alle Zimmer neu renoviert wurden, noch immer einen ganz anderen Stil als die Spa Suiten oder die Räumlichkeiten des alten Grand Hotel Hof Ragaz. 5 Sterne haben sie aber alle. So hat man es geschafft, in einem Hotel die Gäste mit den unterschiedlichsten Erwartungen zufriedenstellen zu können.

Obwohl wir nicht die HotelFreaks sondern die FoodFreaks sind, müssen wir beim Eintritt in unsere Familien-Suite die Luft anhalten. Wunderschön im Eck des Gebäudes gelegen, mit Wohnzimmer und Schlafzimmer, einem Bad mit edelsten Materialien, in der Wand ein Fernseher quasi unsichtbar integriert. Schade nur, das es hier noch die Therme gibt, sonst könnte man glatt die Zeit in der Badewanne verbringen.

Auch wenn der Park vor der Türe liegt darf ein Balkon nicht fehlen. Dessen Ausmasse übertreffen sogar die unseres Wohnzimmers. Leider ist es noch kühl, wir wurden vom Hotel zum Besuch eingeladen noch bevor sich ein gehässiges Virus namens Covid19 schleichend über die Kontinente ausbreitete.

Das Hotelteam hat aber unseren Namen FoodFreaks nicht ausgeblendet: neben den Besuchen in den Restaurants hat man uns einen köstlichen Kuchen ins Zimmer gestellt. Da lässt man doch glatt die gesunden Früchte links liegen und geniesst, samt Kindern, die pure Schokoladenfreude.

Ausblick vom Balkon.

 

Vor dem Restaurant Verve.
Der Teeschrank - ein ehemaliger Reisekoffer.

 

Essen im Grand Resort

Im Grand Resort kann man nicht nur gut schlafen, sondern auch gut essen. Sehr gut sogar. Man kann wohl lange suchen, bis man ein Hotel findet, in dem gleich zwei Restaurants 2 Michelinsterne erhalten haben. Und das Besondere daran: es sind sogar 2 Chefs, die in den Küchen die Verantwortung haben. Sowohl Sven Wassmer mit seinem Restaurant Memories als auch das Igniv unter der Verantwortung von Silvio Germann haben 2020 die ersehnten Sterne erhalten. Wir haben beide Restaurants besuchen dürfen, doch dazu braucht es einen gesonderten Artikel.

Wer nicht jeden Abend Sterne essen kann, für den gibt es noch das Zweitrestaurant von Sven Wassmer, das Verve by Sven. Oder das Namun mit asiatischer Küche. Oder das Olives d’Or mit mediterraner Küche. Oder die Zollstube mit regionaler, traditioneller Küche. Es findet sich also sicher für jeden etwas.

Frühstück wird gleich in zwei Restaurants serviert, dem Verve und dem Olives d’Or. Wir waren beide Male im Verve, da wir von den köstlichen Frühstückmenus so begeistert waren. Wie schön, dass wir die Rezepte für den Chia-Pudding und Pochiertes Ei, Tofucreme mit Liebstöckel und Tomatenmarmelade bekommen haben!


 

Das Helenabad.

Die Bäder

Ein Besuch im Hotel lohnt sich alleine schon wegen der herrlichen Zimmer. Und wegen den grandiosen Restaurants. Aber es gibt noch etwas, das den Besuch vollendet: die Bäderlandschaft! Das Hotel selbst verfügt über das traumhafte Helena-Bad, in dem man sich fast wie im alten Rom wähnt (auch wenn Helena aus Griechenland kommt…). So in der Art muss es damals gewesen sein.

Das Sportbad ist erwartungsgemäss nicht vergleichbar mit dem Helenabad, hier werden am Morgen bereits die ersten Sportsessions angeboten. Und im Family Spa kommen die Kinder auf ihre Kosten, mit Rutschen und, ganz besonders, extra Kursen für Meerjungfrauenschwimmen.

Wem das nicht reicht, der verlässt den hoteleigenen Thermal Spa und läuft im Bademantel noch ein paar Meter weiter zur Tamina Therme. In unzähligen Becken kann man sich über Stunden verweilen. Das Thermalwasser bietet konstante 36.5 Grad, aber in der Tamina Therme kann man Bäder mit 17, 34 oder auch 39 Grad wählen. Manchmal sprudelt es, manchmal ist es ruhig oder es kommt in einem Fluss in Bewegung. Dieses Bad lässt keine Wünsche offen. Und wen interessiert, wo das Wasser herkommt, der kann auch in die Taminaschlucht wandern. Wir waren zu sehr mit dem Baden beschäftigt, aber beim nächsten Besuch in Bad Ragaz müssen wir unbedingt die Schlucht erleben. Fotografieren ist dort verboten, wenn ihr also wissen wollt, wie es aussieht, müsst ihr auf der Webseite nachschauen, oder einfach hingehen.

Zwei Damen auf dem Weg in die Bäder.

 

Die Kronleuchter

Auf die Kronleuchter ist man im Grand Resort Bad Ragaz besonders stolz, zu Recht! Zentral im Treppenhaus des alten Quellenhofs strahlt der 16 Meter lange Kronleuchter mit 2500 mundgeblasenen Kugeln. Über alle vier Stockwerke zieht sich das einem Wasserfall nachempfundene Kunstwerk. Verantwortlich für die Produktion ist eine Designschmiede in Tschechien, die sich auf derartige Werke spezialisiert haben.

Wesentlich kleiner, aber umso graziler fällt der Kronleuchter direkt über der Rezeption aus. Er ist dem Herbstlaub nachempfunden und passt so perfekt zu dem Stil in der Küche, in der Sven Wassmer die Natur der Umgebung in den Mittelpunkt stellt.

Und dann wäre da noch der riesige Kronleuchter im zentralen Aufenthaltsraum: Falling Stars. Was macht man, wenn man vom ehemaligen Restaurant Bel air, einem altehrwürdigen klassischen französischen Restaurant zig Kronleuchter mit Swarovski-Steinen übrig hat? Man nimmt sie auseinander, poliert jeden Einzelnen sorgfältig und hängt sie in langen Reihen aneinander auf. Ein funkelndes Erlebnis, wenn man abends bei einem Cocktail (übrigens ganz geniale Cocktails!) gemütlich im Sofa sitzt.

Kronleuchter Wasserfall.
Kronleuchter Falling Stars
Kronleuchter Herbstlaub.
Kleiner 2er Tisch mit Ausblick in den Innenhof.

 


 

Wunderschöner Spaziergang am Rhein.
Der Rhein ist nicht immer so ruhig.

 


 

Fazit

Ein 5-Sterne-Hotel lässt keine Wünsche offen. Grundsätzlich nicht. Was aber hat uns im Grand Resort Bad Ragaz besonders gut gefallen? Die Therme und die Bäderlandschaft waren einfach grandios. Danach in eine Suite zurückzukommen, die nicht nur luxuriös, sondern auch noch wirklich gemütlich und schön ist, war perfekt. Was uns aber als FoodFreaks ganz besonders gefallen hat, war der Fokus auf der Regionalität bei den beiden grossen Restaurants und dem Verve. Man verzichtet auf Kaviar, Filet und Hummer und zeigt den Gästen, dass es auch mit Forelle und Kräutern aus der unmittelbaren Umgebung geht. Und nicht nur geht, es ist besser! Regionalität heisst hier nicht einfach, auf regionale Produkte zurückzugreifen, sondern sie komplett neu zu interpretieren. Das hat uns beeindruckt! Und dass es im Memories eine nichtalkoholische Getränkebegleitung gibt, die abwechslungsreicher und spannender ist als jede Weinbegleitung, das hat uns schlicht überwältigt. Ganz grandios! Aber das ist eine andere Geschichte, die ihr in ein paar Tagen hier auf dem Blog lesen könnt.

Informationen

Grand Resort Bad Ragaz AG
Bernhard-Simon-Strasse
7310 Bad Ragaz
Schweiz

+41 81 303 30 35
restaurants@resortragaz.ch

Links
Webseite
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Hotel und Restaurants:

Besucht am 14.-16.02.2020

FoodFreaks wurde für die Übernachtungen und die Besuche in den Restaurants vom Hotel eingeladen. FoodFreaks nimmt diese Einladungen gerne entgegen, da ansonsten Restaurantbesuche wesentlich seltener möglich wären. Dennoch schreiben wir unsere Meinung.

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