[Unterwegs] Südtiroler Lichtblicke

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Was man alles in Südtirol machen kann

„Finden Sie Ihre Lichtblicke“ heisst es auf der offiziellen Webseite von Südtirol. Also haben wir uns aufgemacht, unsere Lichtblicke zu finden. Und wir haben sie gefunden! Zuerst einmal in unserer Unterkunft Apfelhotel, die besser nicht hätte sein können. Aber über das Hotel kommt noch ein extra Artikel. Kulinarisch durften wir in Südtirol ebenfalls unsere Lichtblicke erleben, über die haben wir schon berichtet, auch über die Gärten in Meran. Und was kann man sonst noch machen?

Da wären beispielsweise eine Radtour mit dem eBike, ein Besuch in Meran und noch unser persönliches Highlight, die Kletter-Tarzaning-Tour von Bergführer Erwin.


 

eBike Tour nach St. Leonhard

Die Tour haben wir direkt vor der Haustüre des Hotels gestartet. Die Räder waren am Morgen gleich parat und so mussten wir nur noch eine kleine Einführung bekommen, denn wir sassen das erste Mal auf einem eBike. Für weniger Faule gibt es auch normale Bikes, und auch andere Touren. Wir haben es doppelt gemütlich gewählt, mit dem eBike die Passer entlang bis nach St. Leonhard in Passeier. Für die 12 km braucht es normal keine Stunde, aber wir haben uns Zeit gelassen. Für Filme, Fotos, in der Wiese liegen, Steinböcke auf der anderen Flussseite beobachten und St. Leonhard anschauen. St. Leonhard ist übrigens die Geburtstätte des Freiheitskämpfers Andreas Hofer, 1767 war das. 1809 war er an der Spitze der Widerstandsbewegung der Tiroler gegen Napoleon. Ein Museum über ihn im Tal ist auf jeden Fall sehenswert.


 

Meran

Alleine Meran ist schon einen Südtirol-Besuch wert. Für die vielen kleinen Gassen und Geschäfte sollte man sich genügend Zeit nehmen. Ganz zentral liegen das Kurhaus und die Therme, die den Aufstieg Merans erst ermöglichten. Durch die Besuche der Kaiserin Sissi von Österreich stieg Meran dann endgültig auf in die Reihe der grossen Kurstädte. Sissi besuchte Meran häufig, natürlich mit dem riesigen Hofstatt, der in dieser Zeit die Stadt bevölkerte.

Das Teatro Puccini, Stadttheater
Kleine Gasse beim Rennweg mit besonderen Läden.
Das 58 Chocolate, ein kleine Schokoladenmanufaktur.
Die Wandelhalle unweit des Kurshauses.

 

Tarzaning, Canyoing und vieles mehr...

Nach unserem Ausflug in die Gärten von Meran haben wir uns am nächsten Tag für etwas Bewegung entschieden. Ein kurzer Anruf bei Erwin und schon war der Nachmittag gebucht. Um 14 Uhr hat er uns direkt im Apfelhotel abgeholt und uns in die Passer-Schlucht gefahren. Das Tal haben wir durch unsere Velo-Tour schon etwas gekannt, es ging aber noch weiter hinter St. Leonhard in Passeier Richtung Nordwesten und Österreich.

Wir hatten Glück und konnten die Tour mit ihm ganz alleine machen. So hat er für uns ein ganz gemischtes Programm vorbereitet. Zuerst aber einige Übungen am Stein, etwas klettern, damit er uns durch sein Beobachten einschätzen konnte. Bei einem so erfahrenen Bergführer fühlt man sich sofort wohl, dazu sehr sympathisch, war also perfekt.

Abseilen durch den Bergführer.
Abseilen am Baum.
Zum Glück halten die Seile!
Schwierige Stelle, unter uns der reissende Fluss.

Nach den Übungen erste Klettereien am Stahlseil mit vielen hilfreichen Ratschlägen. Abseilen am Fels, dann am Baum. Die Routen werden anspruchsvoller und plötzlich schweben wir über dem rauschendem Fluss, die Kletterei ist grosse Klasse! Erwin hat die Routen alle selbst gelegt und auch den grossen Klettersteig Stuller Wasserfall eingerichtet.

Das Wetter trübt sich ein, Regen beginnt und wir werden langsam nass. Aber die Spannung steigt und für’s Beklagen haben wir weder Zeit noch Lust. Nach kurzem Laufen geht es zum ersten Tarzaning, weit und hoch über die Schlucht hinweg. Erwin zuerst, er nimmt uns auf der anderen Seite in Empfang, was auch nötig ist! Man bekommt eine rechte Geschwindigkeit und ohne sein Bremsmanöver am Ende würde man glatt in den Bäumen landen. Das Adrelanin hat nun keine Zeit mehr, sich abzubauen. Gleich geht es weiter mit dem nächsten Stahlseil zurück auf die andere Seite.

 

Rollen sind ready, Tarzaning kann losgehen.
Wunderschöner Flusslauf.
Es regnet. Ist aber egal, das Tarzaning über den Fluss ist genial.

Nun die Sprungübungen. Eine Leiter, die ins Nichts führt. Von oben soll man dann ins Nichts springen, um Vertrauen in das Seil zu bekommen. Der Reihe nach hopsen wir mit mehr oder weniger Geschrei in das Nichts, zum Glück hat der Sprung nach ein paar Zehntelsekunden ein Ende. Aber das war erst der Anfang, über wackelige Seile laufen wir immer mehr in die Höhe der Baumwipfel, um am Ende auf einer Kanzel zu stehen, die einem abwechselnd Bauchweh und Schluckbeschwerden verursacht. Ich zuerst, damit ich die Kinder unten in Empfang nehmen kann. Hängenlassen. Loslassen. Gefühlte 10 min Flug nach unten. Für jemanden, der um jede Achterbahn einen grossen Bogen macht ist das eine ganz neue Erfahrung. Die Kinder folgen, mutig lassen sie sich fallen und beenden somit unsere spannende Tour.

Erwin übergibt uns am Ende noch die Fotos (also besser einen USB-Stick mitnehmen), aber seine Kamera ist nicht mehr die Neueste. Wer also schöne Bilder machen möchte, nimmt besser seine eigene mit. Wobei ich schon ab und zu etwas geschwitzt habe, dass mein iPhone nicht in den Strudeln der Passer landet. Erwin bietet übrigens auch Canyoing an, dafür braucht es aber einen ganz bestimmten Wasserstand. Machen wir also das nächste Mal!

Sprung ins Leere, Teil 1 von der Leiter.

Bergführer Erwin Mairginter und Daniel Mairginter
Lahne, 11
39010 Zona Industriale Artigianale Lande

Treffpunkt:
Jaufenstrasse 18, 39010 St. Martin i.P.

Tel. (+39) 348 2924124
E-Mail. erwin.mairginter@yahoo.de

Webseite


 

Zu der Pressereise wurden wir von Südtirol Tourismus eingeladen. Neben dem Hotel und den Restaurants konnten wir noch viele weitere Besonderheiten besuchen. In der folgenden Karte haben wir wichtige Adressen zusammen gesammelt. Nicht überall waren wir, dafür war die Zeit zu kurz. Empfehlungen sind es aber trotzdem.

Für die Navigation zu den Themengebieten einfach in der Karte oben links auf das Symbol links vom Titel „Südtirol“ klicken.

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