Eine Messe, bei der ein Shoe Shine Boy so herzlich lacht, dass man fast vergisst, weshalb man eigentlich gekommen ist? Das klingt schon einmal sympathisch. Die Gustav in Dornbirn ist seit Freitag geöffnet und versammelt noch bis Sonntag mehr als 165 Ausstellerinnen und Aussteller aus Österreich, Deutschland und der Schweiz.
Die Gustav versteht sich als Salon für Design und Genuss. Das bedeutet: weniger beliebige Messeware, mehr Dinge, bei denen man wissen möchte, wer sie gemacht hat. Zu entdecken gibt es unter anderem handgeschöpftes Papier, japanische Messerkunst, Hüte nach Mass, Schmuck, Möbelunikate und Produkte regionaler Manufakturen.
Auch der Genuss bekommt reichlich Platz. Winzerinnen und Winzer präsentieren ihre Weine, dazu kommen österreichische Speise- und Kürbiskernöle sowie weitere regionale Spezialitäten. Praktisch für alle, die bei schönem Design grundsätzlich Appetit bekommen.
Besonders spannend ist die Sonderausstellung Herat-Glas. Dabei geht es um eine rund 2700 Jahre alte Glasbläsertradition aus Afghanistan. Aus Altglas entstehen über offenem Lehmfeuer mundgeblasene Gefässe – ohne Maschinen und ohne vorgefertigte Formen. Das Projekt von Stefan Grabher und dem Journalisten Wolfgang Bauer soll helfen, das bedrohte Wissen aus der Region Herat sichtbar zu halten.
Und dann wäre da noch Gustavs Herrenzimmer: Barber, Tattoo-Artist, klassische Schuhpflege, Düfte, Tuchwaren, Whisky, Rum, Cocktails und Musik auf Vinyl. Ob man danach besser gekleidet, besser gepflegt oder einfach nur besser gelaunt nach Hause geht, darf jede und jeder selbst ausprobieren.
Am Samstag ist die Gustav von 11 bis 19 Uhr geöffnet, mit Ausklang in Halle 12 bis 22 Uhr. Am Sonntag dauert der Salon von 11 bis 18 Uhr. Das Tagesticket kostet EUR 23, ermässigt EUR 20. Wer nach dem Besuch noch nicht genug hat, findet ausgewählte Produkte zudem bis eine Woche nach der Messe im Gustav-Selection-Onlineshop.
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Bild: Messe Dornbirn / Thomas Ebner




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