Screenshot der Startseite von KulturFreaks mit Zürcher Kulturveranstaltungen
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Der FoodFreak geht in die Kultur: Was hinter KulturFreaks steckt

KulturFreaks sammelt Zürcher Kulturveranstaltungen an einem Ort. Im Selbstgespräch erklärt der FoodFreak, warum die Seite existiert, was sie kann – und was ausdrücklich nicht.

📅 Veranstaltungen bis 31. Dezember 2026 · 📍 Zürich · Mehr Infos

Manche Websites entstehen aus einem ausgefeilten Businessplan. Andere, weil jemand an einem freien Abend zum zwölften Mal dieselben Veranstaltungsseiten öffnet und sich denkt: Das muss doch einfacher gehen. KulturFreaks gehört eindeutig zur zweiten Sorte. Wir haben den FoodFreak zum Interview gebeten. Praktischerweise war er gerade da.

FoodFreak, ganz ehrlich: Brauchte Zürich wirklich noch einen Kulturkalender?

Ob Zürich ihn brauchte, weiss ich nicht. Ich brauchte ihn. Ich besuche gerne spontan ein Konzert, ein Theaterstück, einen Film oder eine Lesung. Bis ich jeweils alle Programme durchgesehen hatte, war der spontane Teil des Abends allerdings fast schon vorbei.

Also hast du KulturFreaks gebaut?

Genau. Die Idee war keine neue Kulturinstitution mit Manifest, Feuilleton und Apérohäppchen, sondern eine einfache Sammlung: Was läuft in Zürich, wann läuft es und wo finde ich die Originalinformationen?

Schreibst du die Einträge alle selbst?

Nein. Eine KI hat die Informationen aus den Programmseiten der Kulturorte gesammelt und für den Kalender aufbereitet – vorerst bis zum 31. Dezember 2026. Im November folgt die nächste Runde: Dann sollen die Veranstaltungen von Januar bis März 2027 eingetragen werden.

Heisst das, Änderungen werden nicht automatisch nachgezogen?

Richtig. Spielzeiten können sich ändern, Vorstellungen können ausverkauft sein oder abgesagt werden, und manchmal zieht selbst ein Theater vorübergehend um. Darum gilt: KulturFreaks ist der Wegweiser, nicht das Orakel. Vor dem Besuch sollte man immer auf der verlinkten Originalseite des Veranstaltungsorts nachschauen.

Kann man wenigstens nach Konzert, Kino, Theater oder Literatur filtern?

Nein. Die Seite ist bewusst sehr einfach aufgebaut. Man kann den Kalender durchsuchen und zwischen Listen-, Monats- und Tagesansicht wechseln, aber nicht nach Veranstaltungstyp filtern. Wer fünf Minuten lang an den Filtern schrauben möchte, muss leider woanders Kultur planen. Wer schauen will, was heute oder an einem bestimmten Datum läuft, ist richtig.

Welche Kulturorte sind dabei?

Ein persönlicher Zürcher Querschnitt: grosse Häuser und kleine Bühnen, klassische Musik und Clubkonzerte, Schauspiel, Tanz, Literatur, Debatten und Film. Nicht, weil damit jede kulturelle Regung der Stadt vollständig erfasst wäre, sondern weil diese Orte ein breites Programm bieten und zu den Adressen gehören, deren Spielpläne ich selbst gerne im Blick habe.

Mit dabei sind zum Beispiel das Opernhaus, die beiden Schauspielhaus-Standorte Pfauen und Schiffbau, die Tonhalle, Moods, die Rote Fabrik, das Kino Xenix, das Literaturhaus und kleinere Bühnen wie das Theater STOK oder die Winkelwiese. Die vollständige Auswahl steht auf der Seite Kulturorte.

Gibt es einen Newsletter, Instagram oder regelmässige Kulturkritiken?

Nein. KulturFreaks ist kein redaktionell betreutes Kulturmagazin. Für sorgfältig geschriebene Beiträge, Interviews, Einordnungen und einen viel umfassenderen Veranstaltungskalender lese ich selbst sehr gerne Kulturzüri. KulturFreaks will dazu keine Konkurrenz sein. Es ist schlicht meine Abkürzung durch einige Zürcher Spielpläne.

Warum nur Zürich? Kultur findet schliesslich auch anderswo statt.

Weil ich in Zürich wohne und die Seite in erster Linie für mich selbst gebaut habe. Ein gesamtschweizerischer Kalender wäre aus einer praktischen kleinen Lösung sehr schnell ein Vollzeitberuf geworden. Dafür fehlt mir nicht nur die Zeit – so viel Kaffee schafft meine Maschine schlicht nicht.

Und was hat das alles mit FoodFreaks zu tun?

FoodFreaks hat bereits einen Kalender für kulinarische Veranstaltungen. Theaterpremieren, Lesungen und Konzerte passten dort ungefähr so gut hinein wie eine Oboe in den Besteckkasten. Deshalb bekamen sie mit KulturFreaks ihre eigene Seite.

Ganz ohne Essen geht es trotzdem nicht. Bei einigen Kulturorten gibt es Restauranttipps für davor oder danach. Denn Kultur ist schön – aber noch schöner, wenn man keinen Hunger hat, weil man vorher schon etwas gegessen hat.

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