[Event] Food Revolution Day 2014

Am Freitag, dem 16. Mai 2014 war es wieder soweit: Food Revolution Day! Food Revolution Day? Was ist das? Es ergibt sich wohl, wenn man als halbwegs begeisterter Foodie in eine durchschnittliche amerikanische oder englische Schule kommt und dort von gefärbter Milch, frittiertem Allem mit ohne Gemüse erschlagen wird. Oder wenn man hört, dass Pizza Gemüse sein soll und Nudeln von Hühnern gemacht werden. Man denkt an Revolution, an Food Revolution. So muss es Jamie Oliver ergangen sein, als er sich vor Jahren vorgenommen hatte, die Versorgung der Kinder in Schulen zu verbessern. Damit wenigstens an einem Tag im Jahr alle das Thema Essen zelebrieren, hat er den Food Revolution Day aufgerufen.

Jeder ist aufgerufen, sich in irgendeiner Form daran zu beteiligen: mit Kindern kochen, in Schulen ein gemeinsames Kochen zu organisieren, Nachbarn und Freunde einladen, … Es gibt keine Regeln und Definitionen, was gemacht werden soll. Auf der offiziellen Webseite des Food Revolution Day findet man Videos, Werbematerial, Rezeptvorschläge. Wie der Rainbow Salad Wrap, der weltweit Tausende Male zubereitet wurde. Oder das herrliche Chicken Tikka Masala, bei dem mir jedes Mal, wenn ich das Video sehe, schon das Wasser im Mund zusammen läuft.

Und was machen wir? Hier in Zürich? Als Food Ambassador Switzerland des Food Revolution Days wollten wir auf jeden Fall etwas anbieten. Schlussendlich haben wir uns für ein Eat-in entschieden.

Eat-in

Was ist ein Eat-in? Die Idee des Eat-in kommt von Slow Food. Es treffen sich beliebig viele Leute an einem beliebigen Ort, jeder bringt essen und trinken (und gewöhnlich auch Geschirr) mit. Dann setzt man sich an eine lange Tafel und lässt die Gerichte kursieren. So sitzt man den ganzen Abend und ständig bekommt man neue Leckereien herumgereicht. Wahrhaft lukullisch. Und man lernt neue Leute kennen, denn über Essen lässt es sich immer leicht reden.

Heuboden

Wir mussten eine ganze Weile suchen, bis wir endlich einen schönen Platz dafür finden konnten. Im GZ Schindlergut gibt es einen Heuboden, perfekt für uns. Einziger Nachteil: Essen warm machen auf Platten ist nicht erlaubt. Und es ist zugig und kalt, der 16. Mai ist nicht gerade einer der wärmsten Tage im Jahr. Und das Licht ist nicht so schön. Und es hat nur Bierbänke und -tische.

So haben wir uns eine Mikrowelle besorgt (gar nicht so einfach, wenn alle Freunde gerne kochen und so etwas nie brauchen), warme Kleider mitgebracht, sämtliche Wohnzimmerlampen daheim ausgeräumt und im Heuboden aufgestellt, die Tische weiss gedeckt, mit Weingläsern, Silberbesteck und herrlichen Blumengestecken und schon hatten wir in kürzester Zeit einen leeren Raum mit Gastlichkeit gefüllt.

Essen

Wir hatten zugegebenermassen etwas Bedenken. Haben wir am Ende nur Salate, oder nur Desserts? Aber es hat hervorragend gepasst. Es gab Vorspeisen, Salate, Häppchen, warme Gerichte, Desserts, Kuchen, Käse. Und auch die Mengen waren wir perfekt abgestimmt. Wir hatten gebeten, dass jeder etwas für ca. 4 Personen mitbringt und das ging recht gut auf.

So bleibt nichts zu sagen, als das es sicher nicht das letzte Mal war, dass wir einen Food Revolution Day gefeiert haben.


Sponsoren

Damit wir erstmal mit einem Apero beginnen konnten und das Ganze am Ende auch würdig mit einem Espresso abschliessen konnten, haben sich ein paar Firmen dazu bereit erklärt, den Food Revolution Day zu unterstützen.

British Cheese Center

Man sollte ja denken, dass man in die Schweiz nicht unbedingt Käse importieren muss. Wenn man aber mal die Käse von Mike probiert hat, ist man schnell überzeugt, dass man vielleicht doch mal den ein oder anderen Käse aus England probieren kann, einem Land, das für die Käseproduktion nicht unbedingt weltberühmt ist.

Mike hat es aber geschafft, die köstlichsten Trouvaillen der Insel aufzutreiben und verkauft diese jetzt im Viadukt in Zürich in seinem British Cheese Center. Für den Eat-In hat er uns eine grosszügige Auswahl zur Verfügung gestellt. Mein persönlicher Favorit des Abends war der „Godminster“, ein Käse, der seinen Namen von der Molkerei erhalten hat, die diesen alten Cheddar seit vielen Jahren in Bio-Produktion herstellt. Genau die richtige Mischung aus Würze und Sanftheit, Zartschmelz der im Mund zergeht und winzigen Kristallstückchen, die mit jedem Zerbeissen im Mund knacken. Der Godminster dürfte sich nun einen Dauerplatz in unserem Haushalt gesichert haben.

Marathonsprachen

Marathonsprachen hat nicht direkt etwas mit Essen zu tun. Aber die Leute bei Marathonsprachen sind wahre Foodies. Und so handelt es sich dabei nicht nur um  eine wirklich nette und innovative Sprachschule in Zürich, sondern die Leute dort haben bei der Planung, Vorbereitung und Realisierung des Eat-In wirklich toll geholfen. Zudem haben sie den Anlass auch direkt gesponsert und den nicht endenden Prosecco zum Apero spendiert. Hierfür nochmals ein herzliches DANKE!

Kaffeepur

Unter den vielen interessanten Gerichten aus aller Welt, die die Teilnehmer des Eat-Ins mitgebracht hatten, waren zum grossen Glück auch zahlreiche Desserts. Und wie könnte man die lukullischen Genüsse besser abschliessen als mit einem Espresso? Hier hat uns Kaffeepur unterstützt und freundlicherweise genügend Bohnen für den Abend zur Verfügung gestellt.

Wie so vieles ist auch Kaffee eine Sache des Geschmacks, den viele sehr unterschiedlich empfinden. Es gab am Abend aber viele Teilnehmer des Eat-In, die die in Zürich frisch gerösteten Kaffeebohnen des Kaffees von Kaffeepur als wahre Geschmacks-Highlights empfunden haben. Wir hatten die Mischung „La Bomba“: dicke Crema, wunderbar weich abgerundeter schwer-schwarzer Espresso, wenig Bitterstoffe, dafür puren Kaffeegenuss. Der Name Gourmet Rösterei ist wirklich Programm!

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