[Event] Über den Dächern von Zürich im studio31

studio31

Der Name ist nicht einfach so gewählt. Das studio31 ist im 31. Stock (ja, sowas gibt es in Zürich!) und bietet 31 Plätze. Und nein, das Menu kostet nicht CHF 31.00! Aber was ist studio31 genau?

Der 31. Stock im Swissôtel ist beliebt und meist verplant. Hier gibt es zahlreiche Sitzungszimmer von denen man einen herrlichen Ausblick auf Zürich hat. Das Swissôtel befindet sich zwar in Oerlikon, direkt am Bahnhof, aber hier oben hat man einen Blick auch über Zürich. Sogar so weit, dass man hier den 31. Dezember buchen kann und gar nicht erst mit der S-Bahn zum Bellevue hetzen muss, das Feuerwerk kann man sich auch getrost von hier oben anschauen.

Eben, so ab und zu im Jahr drückt die Marketing-Abteilung des Hotels die Augen zu und lässt die Köche vom Restaurant Le muh im Erdgeschoss mit allen Töpfen und Kesseln in den 31. Stock fahren, damit dort in der kleinen Küche für die 31 Gäste gezaubert wird. Deshalb nennt sich das studio31 auch Popup Restaurant, denn nur für wenige Tage im Jahr kann man hier einen Sitzplatz ergattern. Oben angekommen braucht man sich hingegen nicht mehr um die Tische zu streiten, denn alle Tische sind am Fenster positioniert, damit auch jeder diesen schönen Ausblick und die untergehende Sonne geniessen kann.

Für Sascha Friedrichs sind diese Events eine phantastische Möglichkeit, sein Können unter Beweis zu stellen. Seit 2016 kocht er im Swissôtel, vorher bei Tim Raue in Berlin, aber auch Dubai war schon eine Station auf seinem Weg.


 

RAUCHLACHS

Kalt geräuchertes Rücken/Filetstück vom schottischen Lachs, welcher natürlich nachhaltig gezüchtet ist.

Beilage: Spicy Karottenpüree, Pink Grapefruitgel, frische Pink Grapefruit, Sansho Pfeffer (jap. Bergpfeffer) Baiser, Holunderblütensud, Kresse

Ein unglaublicher schöner frischer Gang, der Lachs kam durch Schärfe und Süsse ausgezeichnet zur Geltung. Musste ich gleich zwei Mal probieren um sicher zu sein, dass es mir auch wirklich ausgezeichnet geschmeckt hat…


 

TOM KHA GAI

„5 Monate alt“, alter Ansatz wird immer wieder auf Neuen gegossen und gekocht, somit wird die Suppe von mal zu mal intensiver und geschmeidiger.

Einlage: konfierte Steinchampignons, Tomatenconcasse, getrocknete Passionsfrucht-Honigkirschtomate, Kafirlimette und Sellerie-Topinamburpüree.

Man merkt bei diesem Gericht, dass Sascha einige Zeit in Asien verbracht hat. Noch nie habe ich eine so ausgezeichnete Tom Kha Gai gegessen. Die Suppe hat zudem einen hohen Anteil Butter, die Aromen wurden dadurch besonders unterstützt. Gekocht wird mit Kokosmilch, Sascha ist kein Fan von der Kokoscréme.

Im Foto fehlt noch die Suppe, da war ich wohl zu abgelenkt vom Bericht über die Herstellung.


 

STOCKENTE & ERBSE

Rosa gegarte Entenbrust, welche bei 62 Grad über eine Stunde ruht und im eigenen Fett gelagert wird.

Beilage: Erbsensalat (Erbsen, Edamame, Minze, Fischsauce mit Knoblauch und Chili), Granny Smith Apfelperlen, Erbsenpüree, Steinpilzcreme, Apfelgel und Tamari-Sekigahara Jus (alte jap. Sojasauce).

Auch wenn die anderen Gänge schon geschmacklich ausgezeichnet waren, diese Kombination hat mir am Besten gefallen. Die Entenbrust wunderbar zart, dazu Erdiges durch den Steinpilz, Frische durch die Apfelperlen und eine leichte Süsse durch die Erbsen. Die Schärfe konnte ich kaum zuordnen, das Erbsenkraut wurde in Chili mariniert!


 

DIM SUM mit SHISO-PONZU

Gefüllt mit Schweizer Schweinefleisch, Schnittlauchblüten, Knoblauch und Schalotten.

Beilage: Süss-Saure Salatgurken, Shiso-Ponzu Sauce (säuerliche Sojasauce mit Zitrussaft und Bonito Flakes)

Von der Qualität und Konsistenz waren diese Dim Sum mit die Besten, was Mamiko vom Blog Newlyswissed sofort bestätigen würde. Die vegetarische Variante habe ich nicht probiert, sie sollen sogar noch besser gewesen sein.

Angerichtet wurden die Dim Sum von der Souschefin Melanie Klaffke.


 

POPCORN-MOUSSE

Karamellisiertes frisches Butterpopcorn, Mohn-Financier, Pistaziencreme, frischer Mohn, Sauerkischen, Sauerkirschengel, Kupferknisterpulver und Honigkresse.

Wunderschön angerichtet konnte uns das Dessert zum Abschluss ebenfalls überzeugen.


 

Fazit

Wir waren zum Preopening eingeladen und Sascha präsentierte eine Auswahl seiner asiatisch beeinflussten Gerichte. Sowohl die Aussicht aus dem 31. Stockwerk als auch die Gerichte konnten uns voll überzeugen.

Die Weine, hier ausnahmsweise mal nicht beschrieben, waren alle aus der Schweiz. Das Team hat sich die grösste Mühe gegeben, bei allen Winzern vorbei zu schauen und die besten Tropfen zu finden. Ausgezeichnet!

Richtig Spass gemacht hat es auch, und das ist eines der wichtigsten Dinge wenn es ums Essen geht. Bei diesem Team fühlt man sich aufgehoben, das ist richtige Gastfreundschaft, wie man sie selten findet!

Das Menu

Im Rahmen von Food Zurich wird euch in den 10 Tagen das folgende Menu serviert.

am knochen gereiftes charolais kalbsfilet
sellerie, passionsfrucht, rote bete, nussbutter, valle maggia pfeffer

saibling
erbsencrème, oona kaviar, speckcrème, finger limes

appenzeller freiland entenbrust
confier tes bio eigelb, pfifferlinge, geräucherter entenjus

toblerone
schwarzes johannisbeer-sorbet, knisterpulver, montilimar nougat, honigkresse

Preis für die 4 Gänge, die aber zwischendurch noch mit Überraschungen abgewechselt werden: CHF 119.-


 

Informationen

studio31 im Swissôtel
Schulstrasse 44
CH-8050 Zürich
lemuh.zurich@swissotel.com
Tel: +41 (0) 44 317 33 91

Öffnungszeiten:

nur 8. – 17. September 2017
ab 19 Uhr

 

Besucht am 06.09.2017 beim Preopening

FoodFreaks wurde zu dem Preopening eingeladen. Beim Preopening wurde die Küche von Sascha Friedrichs vorgestellt, es wurden nicht die Gerichte vom PopUp Restaurant serviert! FoodFreaks nimmt diese Einladungen gerne entgegen, da ansonsten Restaurantbesuche wesentlich seltener möglich wären. Dennoch schreiben wir unsere Meinung und lassen uns von der Einladung nicht beeinflussen!

Lage des Restaurants

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