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Penne all’arrabbiata

Penne all’Arrabbiata ist so einfach: einem Haufen Chili in eine Tomatensauce schmeissen. So kann man sie zwar zubereiten, aber es gibt da schon noch ein paar Möglichkeiten, das besser zu machen. Denn es kommt nicht einfach nur auf die Schärfe an, sondern auf die richtige Balance. Keine Aggressivität, sondern eine tiefe schöne Schärfe, die bei Köcheln über 20-30 Minuten mit einer schönen Tomatenfrische einhergeht oder bei langem Schmoren mit einer tiefen Intensität begeistert. Bei den Zutaten hingegen gibt es keine Option: Tomaten, Chili, Knoblauch und Olivenöl. Bei der Schmorvariante darf man sich noch ein Lorbeerblatt und eine Sardelle gönnen. Weder Oregano noch Rosmarin oder Thymian gehören in die klassische Zubereitung, sonst wird aus der Arrabbiata eine gewöhnliche Tomatensauc.

Der wichtigste Schritt passiert bereits zu Beginn. Knoblauch und Chili werden nicht scharf angebraten, sondern zusammen mit dem Olivenöl in einen kalten Topf gegeben und langsam erwärmt. So lösen sich ihre ätherischen Öle sanft im Fett und entwickeln eine deutlich rundere und komplexere Schärfe. Statt einer stechenden Hitze entsteht eine warme Würze, die die Tomaten unterstützt, anstatt sie zu überdecken. Bei der Anzahl der Chili im Rezept müsst ihr euch rantasten, vielleicht ist euch das zu scharf mit 2 Chili pro Person!

Auch beim Knoblauch lohnt sich eine kleine Anpassung. Statt ihn zu hacken oder zu pressen, werden die Zehen halbiert und mit der flachen Seite eines Messers leicht gequetscht. Dadurch geben sie ihr Aroma langsam an das Öl ab, ohne die Sauce später zu dominieren. Gerade bei längeren Kochzeiten entsteht so ein harmonischeres Ergebnis.

In diesem Rezept findet ihr die Schmorvariante, beim langsamen Köcheln über ein bis zwei Stunden reduziert sich der Wasseranteil der Tomaten, die Sauce wird dichter, dunkler und entwickelt eine natürliche Süsse. Ein einzelnes Lorbeerblatt unterstützt diesen Prozess mit einer feinen Hintergrundnote. Es soll nicht als Kräuteraroma wahrnehmbar sein, sondern der Sauce mehr Tiefe, Wärme und Komplexität verleihen. Zusammen mit etwas Sardelle, die sich vollständig auflöst und lediglich zusätzliches Umami liefert, entsteht eine Arrabbiata mit deutlich mehr Substanz und Länge.

Der letzte und wichtige Schritt folgt erst kurz vor dem Servieren. Die Pasta wird direkt in der Sauce fertig gegart und mit etwas Pastawasser vermischt. Die darin enthaltene Stärke verbindet Tomate und Olivenöl zu einer seidigen Emulsion. Genau diese Verbindung sorgt für die glänzende Konsistenz und das Mundgefühl, das man aus guten italienischen Trattorien kennt.

Da die Sauce nur aus wenigen Zutaten besteht, lohnt es sich besonders, bei den Tomaten nicht zu sparen. Hochwertige Pelati (das sind geschälte ganze Tomaten aus der Dose), zum Beispiel San-Marzano-Tomaten bringen deutlich mehr Süsse, Fruchtigkeit und Tiefe mit. Bei einer Sauce, die so stark reduziert wird, macht sich dieser Qualitätsunterschied später auf jedem einzelnen Bissen bemerkbar.

 

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Penne all’Arrabbiata

Mood: Easy Classic
Type: Pasta & Reis
Tag: arrabbiata, italienisch, pasta, penne, scharf, tomatensauce
Mise en place: 15 Minuten
Zubereitung: 2 Stunden
Alles zusammen: 2 Stunden 15 Minuten
Servings: 1 Person

Zutaten

Pasta

  • 120 gr Penne rigate

Arrabbiata-Sauce

  • 220 gr Pelati-Tomaten, idealerweise San Marzano
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 getrocknete Chili, klein, grob zerbrochen
  • 2 Zehen Knoblauch, in feinen Scheiben
  • 0.5 EL Tomatenmark
  • 1 Sardelle
  • 1 Lorbeerblatt
  • 2 EL Pastawasser
  • 10 gr Pecorino Romano, gerieben
  • Salz, nach Geschmack

Zubereitung

Chiliöl vorbereiten
  • Zum Start 2 EL Olivenöl in einen kalten Topf geben.
  • Danach 2 getrocknete Chili und 2 Zehen Knoblauch direkt ins kalte Öl legen und erst dann langsam erhitzen.
  • Die Mischung 5–8 Minuten bei kleiner Hitze ziehen lassen.
Aromatische Basis aufbauen
  • Für die aromatische Basis 1 Sardelle und 0.5 EL Tomatenmark hinzufügen.
  • Danach das Tomatenmark 1–2 Minuten langsam rösten.
  • Dabei die Sardelle vollständig im Öl auflösen.
Sauce langsam kochen
  • Für die Sauce 220 gr Pelati-Tomaten mit den Händen zerdrücken und in den Topf geben.
  • Danach 1 Lorbeerblatt hinzufügen.
  • Die Sauce bei sehr kleiner Hitze 90–120 Minuten offen köcheln lassen.
  • Zwischendurch gelegentlich umrühren.
Pasta kochen
  • Das Wasser mit Salz stark salzen und aufkochen.
  • Danach 120 gr Penne rigate 1 Minute kürzer als auf der Packung angegeben kochen.
Emulgieren und servieren
  • Vor dem Fertigstellen das Lorbeerblatt entfernen.
  • Pasta direkt aus dem Wasser in die Sauce geben.
  • Zum Emulgieren 2 EL Pastawasser hinzufügen und alles 1 Minute kräftig schwenken.
  • Mit 10 gr Pecorino Romano servieren.
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