Lunar New Year im Mandarin Oriental Savoy: Shanghai trifft Paradeplatz
Das Mandarin Oriental Savoy, Zurich bringt ab 17. Februar 2026 erstmals das Lunar New Year nach Zürich. Dass ausgerechnet dieses Haus das chinesische Neujahrsfest aufgreift, ist naheliegend: Als Teil der Mandarin-Oriental-Gruppe mit Wurzeln in Hongkong verbindet es Zürcher Grandhotel-Tradition mit klarer asiatischer Prägung.
Das Festival versteht sich als Kombination aus Kulinarik, Barprogramm und Kunst – offen für Hotelgäste ebenso wie für ein städtisches Publikum.
Jahr des Feuerpferdes: Symbolik auf dem Teller
Das Lunar New Year – auch Chinese New Year oder Spring Festival genannt – markiert im asiatischen Kulturraum den wichtigsten Jahreswechsel. Im Mittelpunkt stehen Neuanfang, familiäre Begegnungen und Speisen mit symbolischer Bedeutung.
2026 steht im Zeichen des Feuerpferdes. Das Pferd gilt als energiegeladen, unabhängig und zielstrebig; das Element Feuer verstärkt Dynamik und Entschlossenheit. Entsprechend spielen kraftvolle Aromen, rote Farbakzente und traditionelle Neujahrsspeisen im Programm des Savoy eine zentrale Rolle.
Gastkoch aus Shanghai: Chef Park Xing
Kulinarischer Schwerpunkt ist ein Pop-up mit Park Xing, Chinese Chef im Mandarin Oriental Pudong, Shanghai. In der Savoy Brasserie & Bar präsentiert er ein Menü, das sich an klassischen Lunar-New-Year-Traditionen orientiert und diese in einem Fine-Dining-Kontext umsetzt.
Zu erwarten sind Gerichte mit symbolischer Bedeutung:
- Ganz gedämpfter oder knusprig gebratener Fisch als Zeichen für Überfluss
- Jiaozi (Dumplings), deren Form an alte Goldbarren erinnert und Wohlstand symbolisiert
- Lange Weizennudeln, die für Langlebigkeit stehen
- Langsam geschmorte Fleischgerichte, die Geduld und Beständigkeit repräsentieren
Park Xing arbeitet mit klaren, präzisen Aromen, legt Wert auf Textur und Balance und kombiniert klassische chinesische Techniken mit Einflüssen aus anderen asiatischen Regionen. Die Präsentation ist modern, bleibt jedoch dem kulturellen Kontext verpflichtet. Das Pop-up ergänzt Zürichs Gastronomie temporär um eine authentische, festtagsbezogene Perspektive aus Shanghai.
Begleitend dazu serviert die Bar den eigens kreierten «Red Stallion»: Rum trifft auf Goji-Beeren, Peperoni und Szechuan-Pfeffer – würzig, leicht scharf, mit Bezug zum Feuerpferd. Eine beiliegende Karte informiert Gäste über ihr chinesisches Tierkreiszeichen.
Lichtkunst von Gerry Hofstetter im ganzen Haus
Parallel zum kulinarischen Programm zeigt der Schweizer Lichtkünstler Gerry Hofstetter eine Ausstellung im Hotel. Hofstetter realisierte im Oktober 2025 als erster Künstler eine Lichtprojektion an der Grossen Mauer in China – im Rahmen von 75 Jahren diplomatischer Beziehungen zwischen China und der Schweiz.
Im Savoy werden Fotografien dieser Intervention sowie Arbeiten vom Temple of Heaven in Peking präsentiert. Ergänzt wird die Schau durch internationale Projekte, darunter Lichtinszenierungen am Matterhorn, an Eisbergen in Grönland und der Antarktis oder an den Pyramiden in Ägypten.
Mehrere Werke greifen die chinesischen Tierkreiszeichen auf, darunter das Pferd als Symbol des aktuellen Jahres. Die Ausstellung ist im gesamten Haus verteilt – von den Fenstern zur Poststrasse bis in die öffentlichen Bereiche wie Lounge und Brasserie – und verbindet so Hotelarchitektur, Stadt und Thema.
Ein kulinarisch-kultureller Schwerpunkt mit asiatischem Bezug
Mit dem Lunar New Year setzt das Mandarin Oriental Savoy einen klaren inhaltlichen Akzent, der seine Herkunft betont und zugleich lokal verankert ist. Für die Zürcher Gastronomieszene ist insbesondere das Gastspiel aus Shanghai interessant: traditionelle Neujahrsküche in einem Fine-Dining-Rahmen, eingebettet in ein Haus, das seine asiatischen Wurzeln bewusst sichtbar macht.



















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