[Rezept] Vive le Frühling – mit Ziegenkäse-Crème-brûlée

[Werbung] Frankreich. Es gibt wohl kaum einen Menschen, der bei diesem Wort nicht gleich in seinem Gedächtnis eine schöne Erinnerung hervorkramt. Und wiederum sehr häufig dürfte diese Erinnerung etwas mit Essen, mit den wunderbaren Lebensmitteln auf den Märkten und der Liebe zur Qualität zu tun haben. Könnte ich mir eine Erinnerung herauspicken, es wäre ein traumhafter Abend auf der Terrasse des Restaurants am Hauptplatz in Gigondas. Im Rücken die bizarre Silhouette der Dentelles de Montmirail, vor uns die Ebene mit der untergehenden Sonne. Der Weisswein hat uns so gut gefallen, das wir am nächsten Tag gleich zum Winzer gefahren sind, noch heute liegen immer ein paar Flaschen von ihm in unserem Weinkeller.

Die Gerichte damals waren einfach und perfekt im Geschmack. Besonders ist uns die Ziegenkäse-Crème-brûlée in Erinnerung geblieben. Nach dem Rezept hatten wir nicht gefragt, aber wir haben es einfach selbst ausprobiert und inzwischen schon häufig serviert. Hier kombinieren wir die schöne Süsse der Creme, die in dieser Variante ohne Zucker (also obendrauf natürlich schon!) zubereitet wird, mit einem frischen Kräutersalat, der nach Frühling schmeckt. Um das Ganze abzurunden noch etwas Feigenconfit – perfekt ist ein einfaches aber raffiniertes Gericht, das man wunderbar im Vorheinein zubereiten kann. Perfekt für einen Abend mit Gästen.

Zutatenliste

Zutaten Crème brûlée

  • 35 gr. französischer Ziegenfrischkäse
  • 30 gr. Milch
  • 40 gr. Rahm
  • 1 Eigelb
  • 1 Prise Salz
  • 1 Rosmarinzweig
  • Zucker zum karamellisieren

Zutaten Kräutersalat (je einige Blätter)

  • Koriander
  • glatte Petersilie
  • Basilikum
  • Pfefferminze
  • Kerbel
  • Estragon

Zutaten Salatsauce

  • 1 Essl. Französisches Olivenöl
  • 1 Teel. Vinaigre de vin (z.B. aus dem Bordeaux)
  • 1 Prise Fleur de Sel
  • 2 Prisen feiner Zucker
  • etwas Dijon-Senf
  • 1/2 Teel. Rahm

Sonstiges

  • Feigenconfit

(Angaben für 1 Person)

Die Zutaten könnt ihr in der Schweiz beispielsweise bei Gourmet Depot bestellen.

Zubereitung

Zubereitung:

20 min
Zeit im Ofen:

1-2 h
Abkühlen:

ca. 2 h
Schwierigkeit:

20 20%

 

Zubereitung Ziegenkäse-Crème brûlée

Ofen auf 120 Grad vorheizen.

Milch mit einigen frischen Rosmarin-Nadeln erwärmen und ca. eine Stunde ziehen lassen. Rosmarin rausnehmen und Ziegenweichkäse in der warmen Milch auflösen (ggf. etwas durch Rühren mit dem Scheebesen nachhelfen). Falls der Ziegenweichkäse eine Rinde hat, diese vorher abschneiden.

Eigelb einige Minuten mit dem Handmixer aufschlagen, dann den Rahm zugeben.

Die Ziegenkäse-Rosmarin-Milch langsam in die Eigelb-Rahm-Masse einrühren. Die Masse leicht salzen und in die bereitgestellten hitzebeständigen Förmchen füllen.

Diese Förmchen dann im Wasserbad ca. 1 h in den Ofen stellen (120 Grad). Die Crème Brûlée ist fertig, wenn sie am Rand fest ist, in der Mitte der Förmchen darf die Masse ruhig noch etwas weich sein, das härtet beim Auskühlen nach. Förmchen im Kühlschrank vollständig erkalten lassen.

Zubereitung Salat

Ihr braucht nicht unbedingt alle aufgelisteten Kräuter verwenden, lasst euren Ideen freien Lauf. Nicht jeder mag Koriander, Kerbel und Estragon. Aber probiert es mal aus, die herben Kräuter passen ganz hervorragend zu der süsslichen Crème brûlée. Erste Frühlingkräuter aus dem Garten wie Giersch, Scharbockskraut oder auch Ahornkeimlinge geben dem Salat einen zusätzlichen Frühlings-Vitaminschub. Für den Salat die Kräuter waschen und trockenschütteln. Sie können ruhig etwas feucht bleiben. Die Blätter schön abzupfen. Die Salatsauce aus den einzelnen Zutaten glatt rühren. Erst kurz vor dem Servieren über den Salat träufeln, sonst fällt er zusammen.

Anrichten

Die Crème brûlée aus dem Kühlschrank nehmen, den Zucker darüber streuen und mit dem Bunsenbrenner bräunen. Alternativ könnt ihr die Form im Backofen für ein paar Minuten unter den Grill stellen. Aber nicht zu lange, sonst habt ihr Crème noir. Die Crème brûlée neben dem Salat und dem Feigenconfit anrichten, über Feigenconfit und Salat noch etwas Fleur de Sel geben.

Viel Spass beim frühlingshaften Nachkochen!

Die Zutaten: Ziegenweichkäse • Feigenconfit • Rotweinessig • Fleur de Sel
Mis-en-place für die Crème brûlée.
Milch mit Rosmarin erwärmen und ziehen lassen.
Rosmarin raus, Ziegenkäse rein.
Eigelb einige Minuten schlagen.
Rahm dazugiessen.
Rosmarin-Milch in die Eigelb-Rahm-Masse langsam einrühren.
In Förmchen giessen, die im Wasserbad stehen.

 

Die Rinde vom Ziegenkäse blieb übrig, warum nicht gleich auf einem Stück Brot mit Feigenconfit und Fleur de Sel anrichten, man muss ja eh warten, bis die Crème brûlée fertig ist.
Und bei Pausen sollte auch ein französischer Wein nicht fehlen...
Und während man wartet, kann man auch gleich ein bisschen in Frankreich-Erinnerungen schwelgen.
Zum Beispiel zum Schloss von Grignon in der Provence.
Mit dem herrlichen Toreingang.
Und den verschachtelten Häusschen.
Und uralten Mauern.
Lieblich die kleinen Gassen.
Und überall die herrlichen Restaurants, ...
in denen es immer genug Wein und gutes Essen gibt.
Und ruhige Ecken.
Ob man sich wohl hier einfach hinsetzen darf?
Oder hier?
Oder man schlendert weiter.
Uralte provencalische Olivenbäume, da kann nur das beste Olivenöl herauskommen.
Hofeingang in Roussillon.
Das Rathaus von Roussillon.
Vive la France!

 

Das fertige Gericht.
Viel Zeit zum Fotographieren bleibt nicht, denn ich will es gleich probieren.
Kann nur schmecken - mit den herrlichen französischen Zutaten.

6 Kommentare

  1. Jürgen 27. März 2020 Antworten

    Nun ist Käse nicht unbedingt der Renner auf meiner Speisekarte, aber alles, was sich so appetitlich gratiniert präsentiert, löst eine unwiderstehliche Esslust aus. Insofern sollte man dieses Rezept unbedingt ausprobieren und die Vorstellung dazu den passenden Wein zu genießen, erzeugt überschwängliche Lustgefühle.

    • Autor
      Christian 27. März 2020 Antworten

      Dann muss doch gleich eine Flasche geöffnet werden!

  2. Ulla Hofmeister 28. März 2020 Antworten

    Hallo, Christian,

    Deine Rezepte habe ich mit Interesse gelesen.
    Die Ziegenkäse-Creme-brulee werde ich bald ausprobieren.

    Liebe Grüße

    Ulla H.

    • Autor
      Christian 28. März 2020 Antworten

      Liebe Ulla,
      das freut mich, viel Spass beim Nachkochen!
      Liebe Grüsse
      Christian

  3. Sophie Hirschberg 28. März 2020 Antworten

    Hört sich cool an. Ich liebe französisches Essen und die Bilder erinnern mich direkt an meine Frankreichurlaube.

    • Autor
      Christian 28. März 2020 Antworten

      Das ist schön, vielen Dank!

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