[Restaurant] Aux Carrés, Zürich

Groupon ist eine Internet-Plattform, auf der man täglich wechselnde Angebote zu einem stark reduzierten Preis kaufen kann, wenn man sich bei der Plattform angemeldet hat. Die Anbieter dieser Angebote erhoffen sich dadurch eine grössere Kundschaft. Im Juli 2012 konnte man sich bei Groupon mit seinem Blog als Dealagent bewerben, um Deals zu testen. Der QQQ Blog wurde ausgewählt, nun endlich der erste Test. Leider gibt es in Zürich nur sehr wenige Restaurant-Deals und mit einem Parfum-Test würde ich bei einem Food-Blog wohl eher langweilen.

Das getestete Restaurant Aux Carrés liegt versteckt in einem Industriegebiet in Oerlikon. Von aussen passt sich der offene Raum gut in die Umgebung an. Mit dem Eintreten in das Restaurant fühlt man sich jedoch leider ein wenig an eine Kantine erinnert. Die Proportionen des Raumes stimmen nicht ganz, es ist laut und es ist hell. Störend hell. Man sieht kaum die Kerzen auf den Tischen. Dabei ist die Einrichtung durchaus nicht ohne Geschmack. Nette Farben, sehr schöne Lampen. Dass gar keine Musik läuft, fällt uns erst nach einiger Zeit auf. Dann aber merkt man, dass etwas Atmosphärisches fehlt.

Der Raum ist voll, es ist Freitag Abend. Aber ausserdem merkt man, dass die Groupon-Deals nur 3 Monate laufen. Und bald laufen sie ab, weshalb wohl jeder noch schnell für den Abend gebucht hat. Die Besitzer sind recht überfordert, bemühen sich sichtlich, aber der Ansturm ist gewaltig. Schliesslich bestellen alle Groupon-Deal-Käufer das 5-Gänge-Menu, gekauft für CHF 49,- statt CHF 106,- für 2 Personen. Wir auch. Dazu Weisswein. Der sich jedoch wenig von dem Wasser unterscheidet. Hier ist leider gleich die erste Kritik anzubringen, der offene Wein könnte qualitativ wirklich noch zulegen. Wir testeten einen Chardonnay und einen Savignon, beide nicht weiter erwähnenswert.

Das Essen startete mit einer phantastischen vietnamesischen Frühlingsrolle, kalt mit frischen Kräutern, frischem Gemüse und frischen Krabben. Die nicht-frittierte Variante der Frühlungsrolle wird häufig auch Glücksrolle genannt. Es war ein sehr gelungener Start in das vietnamesische Essen.

Auf dem gleichen Teller wurden zwei frittierte vietnamesische Frühlingsrollen serviert. Auch diese waren wirklich sehr typisch für das, was man in (europäischen) vietnamesischen Restaurants bekommt und sehr gelungen.

Dass diese unterschiedlichen Frühlingsrollen auf dem gleichen Teller gleichzeitig den ersten und den zweiten Gang unseres Menüs darstellten haben wir aber erst erfahren, als unsere Tischnachbarin sich nach dem Ablauf der konkreten Anzahl der Gänge erkundigt hat. Nachvollziehbar bei grossem Andrang, aber doch sehr unüblich…

Als nächsten Gang gab es eine scharfe vietnamesische Tomaten-Tamarindensuppe. Mangels Erfahrung mit vietnamesischen Tomatensuppen lässt sich nicht wirklich sagen, ob die Suppe authentisch war oder nicht. Geschmeckt hat sie uns eher nicht.

Für den Hauptgang wurde ein typisches Currygericht mit Pouletfleisch und Reis serviert. Die Rote-Thai-Currysauce war  gut, von cremiger Konsistenz, leicht scharf und trotzdem schön mit anderen Gewürzen durchzogen.

Der Nachtisch bestand dann in der obligatorischen gebackenen Banane. Diese war wie immer in einen dicken Teig gehüllt und fettig ausgebacken. Sie lag auf einer sehr süßen weißen Soße. Die ersten zwei bis drei Bissen waren aufgrund der Kalorien und der Süße eine echte Herausforderung, interessanterweise ließ sich die Banane danach aber wirklich gut essen und hat gegen Ende hin immer besser geschmeckt. Vermutlich ein Phänomen dieser Nachspeise?

Auch wenn das vielleicht nicht so klingt, in Relation zum Preis waren wir vollauf zufrieden. Die Qualität des Essens hat überzeugt. Das Restaurant ist zu empfehlen für ein einfaches aber doch typisch vietnamesisches Essen.

 

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