[Produkt] App Schweizer Fleisch Academy

Die App

Apps und Tablets machen auch vor der Küche nicht halt. Ob das immer Sinn macht, sei dahingestellt. Aber auch ich greife immer öfter zum iPhone in der Küche, um noch rasch etwas nachzuschauen. Zum Glück mit wasserfester Hülle, sonst hätte ich schon längst ein Neues kaufen müssen.

Neu habe ich eine weitere App auf dem Schirm: die Schweizer Fleisch Academy. Die App ist kostenlos und wurde von „Schweizer Fleisch“ entwickelt. Natürlich ist das grosse Interesse vom Verband, das Fleisch gegessen wird. Aber man versucht neuerdings, von der Werbung auf Masse abzukommen und dafür zu sensibilisieren, dass auch weniger mehr sein kann, solange man eben Fleisch aus der Schweiz konsumiert. Was ja auch durchaus sinnvoll ist, wenn es denn nachhaltig und fair produziert ist (z.B. wie beim Niederriedfleisch). Leider nicht unbedingt selbstverständlich! Hintergrund der App-Entwicklung ist aber auch die Feststellung des Verbands, dass viele insbesondere jüngere Leute nicht wissen, wie man ein perfektes Stück Fleisch zubereitet.

Die App reduziert sich auf reine Fleischgerichte und enthält Tipps für die Zubereitung, eine Kochschule und Rezepte. Präsentiert in Videos, Bildern, Texten. Dazu kann man ein Bluetooth Termometer anschliessen, das die gewünschte Fleischtemperatur gleich überwacht.

Die Wirtschaft

Eine neue App, die sich um das Thema Food dreht, kann man schlecht in einem ungemütlichen Geschäftsraum vorstellen. Eine solche Präsentation passt nur an eine Stelle: direkt an den Herd in einem netten Restaurant. Die Ersteller der App, der Schweizer Verband der Fleischwirtschaft Proviande hätte keinen besseren Ort wählen können: die Wirtschaft im Franz im Kreis 4 in Zürich.

Zugegeben, sie ist nicht einfach zu finden. Versteckt in einem Hinterhof öffnet sich abends ein weiter Raum, gemütlich eingerichtet und in der Mitte thront die Küche um den grossen Herd. Das gibt es selten und macht gerade die gemütliche Atmosphäre aus. Ein cholerischer Chef wäre hier fehl am Platz, da wären die Gäste schnell wieder draussen. Aber Küchenchef Sebastian Funck hat die Ruhe weg und führt uns gelassen und kompetent durch den Abend. Hier waren wir sicher nicht das letzte Mal!

Normalerweise gibt es im Franz zwei 4-Gänge-Menüs, ein Fleisch, ein Vegetarisch. Ein sinnvolles Konzept, das es leider viel zu selten gibt.

Foodbloggerevent

Wenn heutzutage neue Hotels eröffnet werden, Restaurants ihre Türen öffnen oder Foodprodukte auf den Markt gebracht werden, gibt es eines, was selten fehlt: die Foodblogger. Eine Gruppe schreibwütiger Menschen, die vor lauter Essen fotographieren kaum zum Essen kommen und sich nur über Essen unterhalten. Also fast. Deshalb war FoodFreaks bei der Vorstellung mit dabei, ebenso wie eine ganze Horde anderer Foodblogger und Marketingexperten. Mit dabei waren:

@frauchaeser
@AldoGnocchi
@LowCarbBlog_CH
@Petitgraindesel
@bonagauche
@klaeui
@LittleCityCH
@mnamnamblog
@mags_frisch
@naomimeran
@DoroBeck1
und noch viele andere…

Getwittert wurde von der @Meat_Academy und allen anderen unter #GoodbyeSchuhsohle. Hat sehr viel Spass gemacht!

Das Menu

Das Team der Wirtschaft im Franz hat etwas Nettes für uns vorbereitet. Alles selbst hergestellt, das versteht sich von selbst, man hat hier hohe Ansprüche an sich. Keine grossen Experimente, aber hervorragende Kost!

Entenriet – zweierlei Äpfel – Randen – Zwiebelconfit

Kalbshohrücken – Kartoffelstock – diverse Rüebli

Dessert – komplett vergessen, was es gab (wieso gibt es da keine Fotos?)

Dazu wird ein Maienfelder Weissburgunder serviert. Grauenhaftes Etikett, aber ein phantastischer Wein, kostet im Weinladen ca. CHF 21.- Da muss ich mir noch ein paar Flaschen zulegen!

Das Fleisch wurde am Stück vor unseren Augen zubereitet, damit wir lernen, wie man ein Fleisch richtig gut zubereitet. Das hat auch gut funktioniert, das Kalb hat ausgezeichnet geschmeckt. Auch die anderen Zutaten und Gerichte waren perfekt.


Die richtige Zubereitung von Fleisch

Anbraten

Ganz wichtig, bevor ihr anfangt: Fleisch aus dem Kühlschrank und erstmal warm werden lassen. Wenn ihr das Fleisch direkt kalt in die Pfanne schmeisst wird es mehr gekocht als gebraten!

Zweitens: die richtige Pfanne. Holt euch eine Eisen- oder Gusseisenpfanne. Alle Infos zu Pfannnen hier im Blog.

Drittens: würzen. Könnt ihr aber auch danach machen, da streiten sich die Geister.

Viertens: Öl richtig stark erhitzen und scharf anbraten.

Garen

Nach dem Anbraten in den Ofen, bei 60 Grad Wärme, für ca. eine halbe Stunde, je nach Grösse des Fleischstücks. Dafür den Temperaturfühler ins Fleisch stecken und gewünschte Temperatur einstellen.

Arosieren

Mit viel Butter und Gewürzen wird das Fleisch ständig mit einem Löffel übergossen, um die Aromen in das Fleisch zu bringen. Nehmt Rosmarin, Thymian, Knobi, Schalotten, Orangenschalen, was ihr wollt und welchen Geschmack ihr übertragen wollt.

Nehmt euch die Zeit und spart auf keinen Fall an der Butter!

Bewertung

Die App ist nichts für Vegetariar. Nicht weiter verwunderlich, alles ist voller Fleisch. Fleisch kann einem das Wasser im Mund zusammen laufen lassen, aber Fleisch in Bilder und Videos einzufangen, ist eine Kunst. Diese Kunst ist der App gelungen. Die Bilder sind ausgezeichnet umgesetzt, die Videos äusserst gelungen. Der Walliser Dialekt des Sprechers tut sein übriges, sehr sympatisch.

Was ich besonders gut gelöst finde ist die variable Präsentation der Rezepte und Anleitungen. Im Video wird das jeweilige Thema umfangreich erklärt. Die gleichen Informationen werden aber auch als Fotos Schritt-für-Schritt präsentiert, praktisch dabei ist die Unterstützung der „Wisch-Bewegung“ mit der Hand. Und wem das nicht reicht, zusätzlich gibt es alles noch als Text. Gut gelösst!

Praktisch auch die Integration des Bluetooth Termometers, auch wenn das doch etwas mehr eine Spielerei ist. Schliesslich stehe ich beim Kochen eh in der Küche und laufe nicht irgendwo in Bluetooth-Reichweite rum. Aber trotzdem, gute Idee.

Die App ist kostenlos, das Thermometer bekommt ihr für CHF 39. Das ist ok für den normalen Gebrauch, wenn ihr aber richtig mit Sous-Vide arbeiten wollt und es auf jedes Grad ankommt, dann empfehle ich euch das Therma Q von Artisan Cuisinier! Auch wenn das eine andere Preisklasse ist.

Die App könnt ihr hier herunterladen:  iTunes oder google

Wir verlosen 5 Thermometer - Verlosung ist beendet!

Wir haben von Schweizer Fleisch 5 weitere Thermometer erhalten, die wir verlosen können. Also, schreibt unten in den Kommentar (bis 28.02.16), in welches Stück Fleisch ihr als erstes picksen wollt und wir verlosen unter allen Kommentaren die schmackhaftesten Fünf, bei denen uns das Wasser im Mund zusammenläuft.

Bitte beachten: die Teilnahmebedingungen


Beispiele der Videos

6 Kommentare

  1. Dominik 20. Februar 2016 Antworten

    Toll geschrieben. Mit viel Liebe zum Detail! Ganz toll! Also wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich als erstes wohl in ein Schweinefilet picksen 🙂

    • Autor
      Christian 20. Februar 2016 Antworten

      Danke! 🙂 Schweinefilet hört sich schon mal gut an, am besten ein Pata Negra, das haben wir gerade vom Markt geholt!

  2. Jenny Brim 24. Februar 2016 Antworten

    Bei Entrecôte läuft mir das Wasser im Munde zusammen. Einfach lecker! Ein Thermometer wäre ideal für die Perfektion.

  3. Luzia 25. Februar 2016 Antworten

    Da würd ich doch glatt meine Familie mit einem schönen Roastbeef überraschen und mit dem Thermometer kann ja wirklich nichts mehr schiefgehen!

  4. schifferle markus 25. Februar 2016 Antworten

    super blog!
    und endlich gehts back 2 the basics!
    ein stück fleiisch, guter qualität und richtig gelagert rechtfertigt seinen preis. schade dann wenns beim braten nicht optimal zu ende gebracht wird. man stelle sich vor, hier wurde geopfert, der koch steht in der pflicht das beste aus dem produkt heraus zu holen!
    auch wir zelebrieren das braten zu perfektionieren (www.feinschlecker.ch) und empfinden solche beiträge jedesmal als herausforderung!
    macht weiter so foodfreaks, ein generelles kompliment von uns feinschleckern!
    markus schifferle
    feinschlecker.ch

  5. Ursula 27. Februar 2016 Antworten

    Gerne würde ich mit Hilfe eines Thermometers einen Kalbsbraten niedergaren und meine Familie damit verwöhnen. 🙂

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