[Grillrezept] Wie grilliert man eigentlich Fisch?

 

„Es gibt gewisse Gerichte auf dem Grill, an die habe ich mich bisher nicht so recht rangetraut. Fisch gehört definitiv dazu. Noch nie habe ich auch nur einen einigermassen ruhigen Grillevent erlebt, an dem ich versucht habe, einen Fisch sinnvoll gar zu bekommen. Bei der Weber Grill Academy und beim Frühlingsevent habe ich dann endlich erfahren, wie das geht! Und jetzt freue ich mich jedes Mal auf’s Neue, wenn ich einen ganzen Fisch auf den Grill legen darf.

 

Dazu etwas Kartoffel vom Grill, Spinat, Kräuterbutter, perfekt. Ah, vielleicht fehlt noch ein Gläschen Rosé …“

Grill Parameter

Grilltemperatur:

160 Grad

Innentemperatur:

55 Grad

Dauer:

30-45 min

Prozent indirektes Grillieren:

Nur indirekt

Grill Tipps

Um einen ganzen Fisch zu grillieren braucht ihr einen Grill, mit dem ihr indirekt grillieren könnt. Die Hitze darf also nicht wie bei einem Steak direkt von unten kommen. Dafür könnt ihr beispielsweise das Feuer nur auf einer Seite des Grills entzünden und den Fisch auf die andere Seite legen, zum Beispiel auf einem vorher in Wasser eingelegten speziellen Holzbrett, dann bekommt ihr auch gleich noch Räucher-Aromen.

Beim Gasgrill gibt es entweder die Möglichkeit, nur auf der einen Seite die Flammen zu zünden oder ihr legt eine spezielle Eisenplatte ein, damit an der Stelle mit dem Fisch keine direkten Flammen zum Fisch kommen.

Ganz wichtig: Thermometer einstecken und Deckel drauf!

Zu so einem Fisch passt übrigens herrlich eine Kartoffel vom Grill. Aber das Rezept kommt erst später.

Ist der Fisch frisch?

Es gibt ein paar eindeutige Anzeichen, an denen ihr erkennt, ob ein Fisch frisch ist. Es müssen aber nicht immer alle Anzeichen vorhanden sein, da die Fische sehr unterschiedlich sein können.

  • Haut ist schleimig und glitschig
  • rote Kiemen
  • schön glasige Augen
  • Drucktest: mit Finger auf Fleisch drücken, es soll keine Delle sichtbar bleiben

Vorbereitung

Das grösste Problem beim Grillieren von Fisch ist das Ankleben der Haut am Rost. Egal ob ihr diese speziellen Fischhalter verwendet oder den Fisch auf Alu legt, er klebt. Es gibt aber einen einfachen und sehr praktischen Trick, der das Problem löst und gleichzeitig noch den Geschmack verbessert.

Je nach Fischgrösse braucht ihr eine kleine oder zwei grosse Zitronen. Zitrone an einem Ende flach abschneiden, damit sie steht. Auf der anderen Seite in einem spitzen Winkel einschneiden. Nun Kräuter (z.B. Thymian oder Dill, was ihr wollt) darauflegen und den ganzen Fisch darauf stellen. Auf diese Weise kippt er nicht um, klebt nirgendwo an und schmeckt wunderbar nach Zitrone und Kräutern.

Auf den Grill

Fisch wird nie direkt grilliert sondern immer indirekt, z.B. auf einem Stück Holz oder Grillplatte.

Die Temperatur im geschlossenen Grill sollte 180 Grad betragen, für die oben abgebildeten grossen Fische (ca. 2.5 kg) haben wir 45 Minuten gebraucht.

Wichtig ist aber die Innentemperatur im Inneren des Fisches, sie sollte 55 Grad betragen, wenn möglich nicht über 60 Grad.

Fisch filetieren

Die Haut kann man bei dem grillierten Fisch nicht mitessen, sie ist zu ledrig. Die Frage ist nur, wie man sie am Besten vom Fisch ablösen kann! Dafür gibt es folgenden Trick:

  • Obere Rückenflosse entfernen
  • Mit einem spitzen Messer die Haut oben über die gesamte Länge einschneiden
  • Am Schwanzende auf der Seite die Haut einschneiden
  • Gabel reinstecken und wie eine Sardinenbüchse aufrollen
  • Auf der anderen Seite wiederholen
  • Mit einem Löffel die Filets von der Mitte aus zur Seite wegnehmen
Zitrone einschneiden.
Mit Kräutern (z.B. Thymian) füllen.
Und Fisch senkrecht daraufsetzen.
Bei 180 Grad auf den Grill bis 55 Grad Kerntemperatur.
Die fertigen Fische vom Grill.
Haut in die Gabel klemmen...
...und aufrollen wie eine Sardinenbüchse.
Bis man schön an die Filets kommt.
Claudine Nyaguy von der Weber Grill Academy.
Mit der von ihr zubereiteten Lachsforelle.
Grill-Event auf dem Juckerhof.

0 Kommentare

Hinterlasse Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.