[Zutat] Miesmuschel

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„Moules sind einfach etwas köstliches! Man fühlt sich sofort wie im Urlaub. Leider macht man sie viel zu selten daheim, dabei sind sie eigentlich schnell zubereitet. Und viel falsch machen kann man eigentlich nicht. Zumindest, wenn man ein paar Regeln kennt. Aber die findet ihr ja hier auf der Seite. „

Bevor ihr Muscheln zubereitet, müsst ihr euch etwas damit auskennen.

Zuerst müsst ihr die Muscheln in kaltem Wasser gut waschen. Je nach Verunreinigung müsst ihr das noch mal wiederholen. Die Miesmuscheln müssen aber nicht lange gewässert werden.

Ist eine Muschel noch gut?

  • Muss geschlossen sein
  • Wenn sie auf ist, muss sie sich bei leichtem Klopfen schliessen
  • Schale darf nicht zerbrochen oder löchrig sein
  • Muss sich beim Kochen öffnen
  • Muss die Barthaare noch dran haben

Zur Erklärung: die Muscheln werden durch ein Schlossband / Ligament miteinander verbunden. Das Ligament zieht dabei die beiden Schalen wie eine Feder auseinander. Die Muskeln der Muscheln ziehen die Schalen zusammen. Ist die Muschel tot, funktioniert nur noch das Ligament, deshalb ist die Muschel dann offen.

Nun die Barthaare entfernen (damit halten sich die Muscheln an den Seilen oder Pfählen fest). Aber bitte nicht schon einen Tag vorher, denn die Muscheln sterben innerhalb eines Tages, wenn die Barthaare entfernt werden. Rechnet für das Putzen etwas Zeit ein. Es dauert, bis jede Muschel überprüft ist. Nehmt es besser ernst, nichts ist schlimmer als eine Vergiftung durch Fisch oder Meeresfrüchte.

Alle offenen, zerbrochenen oder gerissenen Muscheln solltet ihr aussortieren.

Nun ja, wie schmecken Muscheln? So ziemlich nach Meer! Aber nicht so extrem wie eine rohe Auster. Miesmuscheln werden gewöhnlich auch nicht roh gegessen sondern gegart oder gratiniert. Da sie meist in Weisswein gegart werden, ist der Eigengeschmack entsprechend nicht ganz so stark.

Je nach Herkunft schmecken die Muscheln unterschiedlich. Aber da müssen wir uns erstmal durch die verschiedenen Arten durchfuttern.

Miesmuscheln werden schon seit Jahrhunderten kultiviert. Dabei gibt es verschiedene Arten. Die meisten Muscheln in Europa kommen von Galicien. Die Miesmuschel aus Galicien ist sogar eine geschützte Herkunftsbezeichnung, die erste in der EU für ein Meeresprodukt. Die Muschel wird auf Farmen aus Eucalyptusholz im Meer gewonnen. Sie sind an Seilen befestigt und dadurch nicht am Grund und deshalb sandfrei. Die Qualität ist gut, jedoch sind diese Muscheln recht gross, was mir nicht so gut schmeckt.

Weitere Muscheln kommen aus der Nord- und Ostsee, aus Deutschland oder Niederlande. Die niederländischen Muscheln werden entweder auf dem Grund gezüchtet, wobei die anschliessende Wässerung sehr wichtig ist oder wild geerntet.

Aber auch in Frankreich werden Muscheln angebaut. Die Bouchot-Muschel ist besonders zu erwähnen, sie ist sehr schmackhaft und kommt aus der Bretagne. Sie wächst an Pfählen, dort Bouchot genannt.

Miesmuscheln werden meist als eigenes Gericht serviert. In Frankreich werden sie als Moules – Frites serviert. Dabei muss man sagen, dass diese Kombination tatsächlich traumhaft zusammen passt. Gegessen werden die Muscheln mit der Hand, wobei man entweder eine leere Muschel, die noch durch das Linament verbunden ist, als quasi Pinzette verwendet und die anderen Muscheln damit aus der Schale holt oder man bricht die Muscheln immer auseinander und verwendet eine Hälfte als Löffel.

Ein Rezept findet ihr auch bei uns, Moules à la Crème. Hervorragend passen Moules aber auch in eine mediterrane Pasta.

Aber welche Zutaten passen am Besten zu Moules?

  • Petersilie
  • Lorbeer
  • Estragon
  • Chilli
  • Zwiebeln
  • Knobi
  • diverses Gemüse (Rüebli, Sellerie, Frühlingszwiebeln,
  • Wein (praktisch zwingend!)
  • Noilly Prat
  • Hühnerfond
  • Butter
  • Olivenöl
  • Tomaten (je nach Art der Zubereitung)
  • Rahm (je nach Art der Zubereitung)
Bei Muscheln solltet ihr unbedingt folgendes zur Aufbewahrung wissen:

  • nicht zu früh putzen, d.h. nicht die Byssusfäden herausziehen, sonst gleich verzehren
  • niemals über längere Zeit im Wasser liegen lassen
  • nicht luftdicht aufbewahren
  • kühl und dunkel lagern, aber nicht mehr wie einen Tag/Nacht
  • beim Kauf darauf achten, dass sie nicht älter als 2 Tage sind
  • nach dem Kauf Muscheln waschen, schlechte Muscheln aussortieren, dann lagern
Am besten ihr legt sie in ein feuchtes Tuch in den Gemüsekasten des Kühlschranks.