[Zutat] Maldon Sea Salt

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„Kristalle, die die Natur geschliffen hat.

 

Maldon Sea Salt ist ein Salz das sich optisch, geschmacklich und von seiner Form her von allen anderen Salzen unterscheidet. Ich nutze es am liebsten dafür, ein salzlos gebratenes Fleisch direkt vor dem Servieren damit zu bestreuen – eine wunderbare Kombination.“

 

 

 

 

Es gibt nicht viele grosse Namen, die man kennen muss, wenn es um das Thema Salz geht. Himalaya-Salz hat mittlerweile jeder schon mal gehört, manche vielleicht auch vom schwarzen Hawai-Salz. Das Maldon Sea Salt ist eines der ganz speziellen Salze.

Das liegt zum einen an der besonderen Herstellung. Dadurch kristallisiert das Salz anders als beispielsweise das Fleur de sel aus Frankreich. Es entwickeln sich durch dieses Verfahren grobe pyramidenförmige Salzkörner. Dies hat zwei Vorteile: es hat eine andere Textur im Mund, die das Salz angenehmer schmecken läst. Zum anderen sind die Salzpyramiden sehr fotogen. Kaum ein Kochbuch mit Makroaufnahmen vom Gericht, auf dem diese Kristalle nicht zu sehen sind.

Hier noch ein interessantes Video über die Produktion. Die ersten 3,5 min kann man aber getrost überspringen.

Aber auch der Geschmack des Salzes an sich unterscheidet sich von den industriellen Salzen. Salze sind in gewisser Weise immer natürlich, aber die Steinsalze werden gereinigt / raffiniert und anschliessend mit Zutaten versetzt. Es werden Rieselhilfen hinzugefügt, damit die Körner nicht verkleben, aber auch Zugaben wie Fluor. Insbesondere diese Zugabe hat dafür gesorgt, dass sich die Zahnprobleme der Bevölkerungen seit den 60er Jahren massiv verbessert haben. Von daher sollte man gerade in das Nudelwasser nicht unbedingt Maldon Sea Salt werfen. Abgesehen davon, dass alleine schon der Preis abschrecken würde, so etwas zu tun.

Die Webseite von Maldon findet ihr übrigens hier: www.maldonsalt.co.uk. Ausserdem ein ganzes Buch zum Download über die Geschichte des Salzes

 

 

Nimmt man eine Salzflocke des Maldon Salts in den Mund, wird einem gleich der Unterschied bewusst. Während man den Eindruck hat, dass sich gewöhnliche Salzkörner in die Zunge einbrennen, möchte man von den pyramidenförmigen Kristallen gleich noch eins naschen.
Der Geschmack ist wesentlich weicher, angenehmer und enthält keinerlei Bitterstoffe. Salze bestehen immer aus NaCl (Natriumchlorid) und etwas KCl (Kaliumchlorid). KCl ist bitter und muss möglichst ganz entfernt werden, damit ein Salz gut schmeckt.

 

 

Maldon Sea Salt kommt aus dem Städtchen Maldon in Essex im Osten Englands:

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Salz kommt auf so viele Gerichte, es ist fast unmöglich, hier einen Rezept-Tipp geben zu wollen. Aber ausgezeichnet passt das Salz auf gebratenes Fleisch, Fisch oder Gemüse. Einfach nach dem salzlosen Kochen vor dem Servieren darüber rieseln.
Bei Rindstartar sieht es zwar schön aus, bei dem rohen Fleisch hatte ich aber fast den Eindruck, dass der Geschmack des Fleischs durch die groben Flocken zerstört wird. Hier werde ich das nächste Mal auf feineres Salz zurück greifen.

 

 

Auch dieses Salz sollte möglichst trocken, kühl und dunkel gelagert werden. Zudem sollte man aufpassen, dass die Behälter nicht zu sehr geschüttelt werden, dann sonst gehen die fragilen Kristalle schnell kaputt.