[Zutat] Kumquat

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„Mit dem Namen Kumquat können sicherlich viele erstmal wenig anfangen. Wenn man ihn hört, weiss man meist nicht, welche Frucht eigentlich zum Namen gehört und wenn man die Frucht sieht, weiss man meist nicht, wie sie heisst.

 

Wenn man sie im Laden sieht, kauft man sie ein und weiss dann anschliessend nicht so ganz, was man damit anfangen soll. Nach einigen Wochen weiss man es immer noch nicht und dann ist es zu spät.“

 

 

Herbst und Winter sind die richtigen Jahreszeiten für diese ganz spezielle Frucht. Die kleinen Früchte sehen aus wie Mini-Orangen, obwohl sie nicht direkt zu den Zitrusgewächsen gehören. In einem einfachen Supermarkt laufen sie einem eher nicht über den Weg, aber wenn ein Laden etwas besser sortiert ist, liegen sie in der Auslage und warten.
Zeit, sie mitzunehmen und etwas zu versuchen. Ich habe sie noch nicht oft gekauft, die Rezepte, die man so findet, fand ich kaum spannend und mir selbst ist auch noch nicht so viel Kreatives dazu eingefallen. Nun aber ist es an der Zeit, sich etwas intensiver mit ihnen zu beschäftigen.

 

Geschmacklich treffen hier drei Richtungen zusammen:

  • bitter
  • sauer
  • süss

Damit macht es einem die Kumquat nicht gerade einfach etwas zu finden, was gut zu ihr harmoniert.

Man ist diese kleinen Dinger mit Haut und Haaren, bzw. Kernen.

Wobei ich wirklich kein Freund von Kernen bin. Deshalb nehme ich sie für die meisten Gerichte auch heraus. Das ist zwar nicht so ganz einfach, aber ich finde es lohnt sich.

Am Besten kommen sie zur Geltung, wenn man sie hauchdünn aufschneidet. Auch hier kann die Aufschnittmaschine wieder gute Dienste erweisen. Eine Möglichkeit ist auch, die Kumquat einzufrieren und dann hauchdünn aufzuschneiden. So können auch die Kerne in einer etwas angenehmeren Form verzehrt werden.

 

Die Kumquat kommt aus dem asiatischen Raum, es gibt Hinweise, dass sie schon vor tausenden von Jahren in China angebaut wurde. Erst recht spät kam sie nach Europa (19. Jahrhundert), wohl durch den Engländer Fortune, der ihr auch den botanischen Namen Fortunella gegeben hat.

Heute werden die Kumquats auch in Südeuropa angebaut, aber auch Importe von Südafrika sind erhältlich.

 


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Rezepte sind mir dazu in der Tat noch nicht wirklich gute über den Weg gelaufen. Von daher liste ich jetzt nur zwei „fremde“ Rezepte auf:

Gutes Rezept für Marmelade (vom Blog Highfoodality) 

Bries & Foie gras & Rote Bete & Ananas & Kumquat & Apfel (vom Bushcooks-Kitchen-Blog)

Damit ihr aber auch selbst etwas experimentieren könnt, folgen hier einige passende Zutaten:

Gemüse:

  • Kartoffeln
  • Avocado
  • Maronen
  • Zwiebeln (angedünstet)
  • Kohl (Rotkohl, Weisskohl, hauchdünn als Gemüse oder Salat)

Fisch & Fleisch:

  • Fisch
  • Poulet
  • Ente
  • Bauchspeck

Sonstiges:

  • Zucker
  • Vanille
  • Zimt
  • Yoghurt
  • Honig
  • Kaffee
  • Grobes Salz
Der Tipp lautet allgemein: kühl und trocken lagern, aber nicht im Kühlschrank, insbesondere nicht bei anderen Gemüsen. Das ist heutzutage einfacher gesagt (geschrieben) als umgesetzt. Denn in unseren überhitzen Wohnungen gibt es kein kühles Plätzchen mehr und die Meisten besitzen einen hermetisch zubetonierten Keller, in dem es auch nicht gerade kühl ist.
So kann man die Kumquats entweder schnell essen (denn im Geschäft lagen sie sicher auch schon ein paar Tage herum, weshalb man darauf achten sollte, dass die Haut fest ist), oder man legt sie halt doch für 2-3 Tage in der Wohnung irgendwohin oder dann ab in den Kühlschrank für 1-2 Wochen, dann aber besser abseits von Gemüse und Butter.